Was ist ein Scatter Symbol
Ein Scatter-Symbol löst eine Belohnung aus, egal wo es auf den Walzen landet, im Gegensatz zu normalen Symbolen, die auf einer aktiven Gewinnlinie stehen müssen. Meistens sind es drei oder mehr Scatter-Symbole gleichzeitig auf dem Bildschirm, die Freispiele oder einen Bonus auslösen.
Was das konkret bedeutet
Ein normales Gewinnsymbol zählt nur, wenn es auf einer der aktiven Linien liegt, die Sie beim Einsatz ausgewählt haben, oder in einem Cluster-Spiel direkt an andere gleiche Symbole angrenzt. Ein Scatter-Symbol ignoriert das komplett. Es kann links oben, rechts unten oder mittendrin landen, das Ergebnis zählt trotzdem. Deshalb heißt es Scatter: die Symbole sind über den Bildschirm verstreut, nicht auf einer Linie aufgereiht.
In den meisten Slots braucht es drei, manchmal vier Scatter-Symbole gleichzeitig, um etwas auszulösen, üblicherweise eine Runde Freispiele. Manche Spiele zahlen zusätzlich einen kleinen Betrag schon für zwei Scatter, das ist aber die Ausnahme, nicht die Regel, und sollte immer in der Auszahlungstabelle des jeweiligen Spiels nachgeprüft werden statt vorausgesetzt.
Ein Beispiel mit Zahlen
Nehmen wir ein Spiel mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von ungefähr 1 zu 150 für drei oder mehr Scatter-Symbole in einem einzelnen Spin, eine plausible Größenordnung für viele Slots mit Scatter-ausgelösten Freispielen. Bei einem Einsatz von 1 Euro pro Spin, dem in Deutschland ohnehin geltenden gesetzlichen Höchstwert, bedeutet das im Durchschnitt eine Scatter-Auslösung etwa alle 150 Spins. Ob sich das für Sie lohnt, hängt nicht von dieser einen Zahl ab, sondern davon, was die Freispielrunde selbst im Schnitt auszahlt, eine zweite, unabhängige Zahl, die Sie in der jeweiligen Spielbeschreibung finden, nicht in dieser Erklärung, die sich auf den Scatter-Mechanismus selbst beschränkt.
Scatter und die deutsche Fünf-Sekunden-Regel
Weil in Deutschland jeder Spin mindestens fünf Sekunden dauern muss und Autoplay verboten ist, verändert sich nicht, wie oft ein Scatter im Verhältnis zu Ihren Spins erscheint, das bleibt eine reine Eigenschaft des Spiels. Was sich verändert, ist wie viele Spins Sie in einer bestimmten Zeitspanne überhaupt erreichen können. Bei maximal zwölf Spins pro Minute dauert es bei der oben genannten Trefferquote von 1 zu 150 im Schnitt gut zwölf Minuten reiner Spielzeit, bis ein Scatter-Ereignis eintritt, ein Zeitrahmen, der in einem Markt mit schnellerem Spieltempo entsprechend kürzer ausfallen würde, ohne dass sich an der zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeit selbst etwas ändert.
Warum mehr Scatter oft mehr bringt
Bei vielen Spielen wächst die Belohnung nicht linear mit der Anzahl der Scatter-Symbole, sondern springt bei jedem zusätzlichen Symbol deutlich nach oben. Drei Scatter lösen häufig eine feste, überschaubare Anzahl an Freispielen aus, etwa acht oder zehn, während vier oder fünf Scatter gleichzeitig oft spürbar mehr Freispiele oder einen zusätzlichen Multiplikator bringen. Diese Staffelung steht immer in der Auszahlungstabelle des jeweiligen Spiels und unterscheidet sich von Titel zu Titel erheblich, es gibt hier keine allgemeingültige Faustregel, die über einzelne Spiele hinweg gilt.
Scatter ist nicht dasselbe wie Wild
Ein häufiges Missverständnis unter Gelegenheitsspielern: Scatter und Wild sind zwei verschiedene Symboltypen mit unterschiedlichen Aufgaben. Ein Wild-Symbol ersetzt andere Symbole, um eine Gewinnlinie zu vervollständigen, und muss dafür meistens trotzdem auf einer aktiven Linie liegen. Ein Scatter-Symbol ersetzt nichts, sondern zählt für sich selbst, unabhängig von Linien. Manche Spiele kombinieren beide Konzepte in einem Symbol, das sowohl verstreut zählt als auch andere Symbole ersetzt, das ist dann aber ausdrücklich als solches gekennzeichnet und keine Standardeigenschaft eines gewöhnlichen Scatters. Verwechseln Sie die beiden Begriffe, kann das dazu führen, dass Sie eine Gewinnchance falsch einschätzen, etwa weil Sie erwarten, dass ein Wild-Symbol auch außerhalb der Gewinnlinie zählt, obwohl das bei den meisten Spielen nicht der Fall ist.
Woher der Name kommt
Der Begriff stammt aus den mechanischen und frühen digitalen Spielautomaten der 1990er-Jahre, als bestimmte Symbole erstmals unabhängig von den festen Gewinnlinien ausgewertet wurden, eine technische Neuerung, die damals von Linienspielen mit starren Auszahlungsmustern deutlich abwich. Statt sich in einer geraden Reihe aufzureihen, waren sie im wahrsten Sinne über die Walzen verstreut, "gescattert", und dieser englische Ausdruck hat sich seitdem als feststehender Fachbegriff durchgesetzt, auch in deutschsprachigen Spielbeschreibungen, wo er selten übersetzt wird. Das ist einer der wenigen Fälle, in denen sich in dieser Kategorie ein englischer Begriff eingebürgert hat, weil es keine kurze, ebenso etablierte deutsche Entsprechung gibt.
Nicht jedes Spiel hat einen Scatter
Manche Spiele, besonders solche mit Cluster-Mechanik ohne feste Gewinnlinien, verzichten komplett auf Scatter-Symbole und lösen Freispiele stattdessen über andere Mechanismen aus, etwa über einen Fortschrittsbalken, der sich mit jedem Spin füllt. Andere Spiele haben mehrere verschiedene Sonderfunktionen gleichzeitig, von denen der Scatter nur eine ist. Es lohnt sich deshalb, bei einem neuen Spiel kurz zu prüfen, ob und wie Freispiele überhaupt ausgelöst werden, statt automatisch von einem klassischen Scatter-System auszugehen, nur weil das bei vielen anderen Spielen so funktioniert.
Spielt das eine Rolle?
Für die Entscheidung, welches Spiel Sie wählen, eher wenig direkt. Die Scatter-Mechanik selbst sagt nichts darüber aus, ob ein Spiel insgesamt gut oder schlecht für Sie ist, das hängt von RTP, Volatilität und der Auszahlung der ausgelösten Runde ab, nicht vom Vorhandensein eines Scatters an sich. Was tatsächlich eine Rolle spielt: zu wissen, dass ein Scatter überall auf dem Bildschirm zählt, hilft Ihnen, die Auszahlungstabelle eines neuen Spiels richtig zu lesen, statt zu raten, warum ein Gewinn ausgelöst wurde, obwohl die Symbole nicht auf einer Linie standen.
Wenn Sie das nächste Mal ein neues Spiel öffnen, lohnt sich ein kurzer Blick in die Auszahlungstabelle, bevor der erste Einsatz erfolgt, dort steht schwarz auf weiß, wie viele Scatter-Symbole für diese eine Runde nötig sind, statt es aus vorherigen Spielen zu vermuten. Zwei Spiele desselben Anbieters können hier völlig unterschiedliche Regeln haben, auch wenn die Symbole auf den ersten Blick ähnlich aussehen.
Verantwortungsvolles Spielen
Ein Scatter-Symbol ist keine Gewinnchance, auf die man hinspielen kann, jeder Spin bleibt unabhängig vom vorherigen. Spielen Sie nur bei Anbietern mit gültiger GGL-Erlaubnis und nur ab 18 Jahren. Über die Sperrdatei OASIS ist eine anbieterübergreifende Selbstsperre möglich, und check-dein-spiel.de bietet kostenlose, anonyme Beratung.